Britische Phisher verurteilt
In Leeds wurden zwei Männer wegen Betrug und Geldwäsche zu 6 bzw. 4 Jahren Haft verurteilt. Sie hatten Kreditkarten mit Daten versehen, die per Phishing-Mails erschwindelt wurden. Auf diese Weise haben sie in 10 Monaten mindestens 750.000 Pfund erbeutet.
Über einen 24-jährigen US-Staatsbürger und einen 25-jährigen Schotten aus Glasgow saßen die Richter vom Crown Court in Leeds zu Gericht. Die beiden hatten Kreditkarten erstellt und mit den Daten von Phishing-Opfern versehen. Die Daten der Phishing-Opfer hatten die beiden angeblich von russischen Hackern bekommen. Mit den gefälschten Kreditkarten wurden dann Überweisungen von Geldautomaten vorgenommen. Es wurden auch teure Waren mit den Kreditkarten in OnlineShops gekauft und anschließend in Internetauktionen über Mittelsmänner versteigert. Innerhalb von 10 Monaten haben die beiden so mindestens 750.000 Pfund (etwas mehr als 1,1 Mio EUR) ergaunert. Eine Sprecherin der britischen National Hi-Tech Crime Unit (NHTCU) schätzt den Schaden mit 6.5 Mio Pfund (ca. 10 Mio. EUR) allerdings viel höher ein. Wenn man davon ausgeht, dass die beiden Angeklagten keine Einzelfälle sind, dann bekommt man einen Eindruck von dem jährlichen Schaden, der durch organisierte OnlineGangs verursacht wird. Die Schäden gehen allein in Großbritannien in die Milliarden.
Bei deren Verhaftung Anfang Juni wurde bei den beiden Männern eine umfangreiche technische Ausstattung und größere Summen Bargeld beschlagnahmt. Die Männer wurden nun zu 6 bzw. 4 Jahren Haft verurteilt.
